Warum Multitasking uns sabotiert

Multitasking existiert nicht. Stattdessen wechseln wir ständig zwischen den Aufgaben, was uns Zeit und Effektivität kostet. Lerne, dich auf eine Sache zu fokussieren.
Multitasking - Screwing up several things at once

Wer kennt das nicht? Das Gefühl, wenn man nach einem langen Arbeitstag völlig erschöpft aufs Sofa fällt und endlich die Füße hochlegen kann. Dann fragt man sich: Was habe ich heute eigentlich geschafft? Und es fällt einem partout nicht ein. Tatsächlich ist es oft so, dass man keine Aufgabe zu Ende erledigt hat, obwohl man den ganzen Tag beschäftigt war. Der Grund dafür lautet: Multitasking.

Multitasking funktioniert nicht

Multitasking funktioniert nicht, weil unser Gehirn dafür nicht geschaffen ist. Zwei Aufgaben, die hohe Konzentration erfordern, kann man nicht gleichzeitig erledigen. Das beweisen Studien über Multitasking immer wieder.

Trotzdem spukt der Begriff Multitasking munter weiter. Wenn man unter Multitasking versteht, dass man gehen kann, während man spricht – ja, das kann jeder. Gehen können wir als Erwachsene mittlerweile so gut, dass es wie von selbst passiert und dafür keine besondere Konzentration erforderlich ist. Doch damit ist Multitasking meistens nicht gemeint.

Multitasking - Zitat von Bosco Tjan

Zitat von Bosco Tjan, Chinesisch-Amerkanischer Psychologe und Neurologe

Ein großer Zeitfresser

Wenn wir uns mit dem Thema Zeitmanagement beschäftigen, gehört Multitasking zu den großen Zeitfressern. Mache den Test: Versuche gleichzeitig eine E-Mail zu beantworten, mit deiner Kollegin zu sprechen und ein Telefonat zu führen. Viele würden das als Multitasking bezeichnen.

Vielleicht sieht so der Großteil deines Arbeitstages auch tatsächlich aus. Doch du wirst feststellen, dass du jede dieser Aufgaben nur dann auch tatsächlich zu Ende führen kannst, wenn du dich einer nach der anderen widmest. Und nur dann wird auch das Ergebnis zufriedenstellend sein.

Ausmisten hilft

Um uns auf eine Sache fokussieren zu können, hilft es, einmal ordentlich auszumisten. Das gilt nicht nur für den Schreibtisch, sondern auch für den Kopf.

Dein Arbeitsplatz sollte frei sein von Dingen, die dich ablenken. Papierstapel, Müll, Magazine – räume einmal ordentlich auf! Lege dir eine Kiste zu, in die du all die Dinge einräumen kannst, die du im Moment nicht brauchst. Damit die Kiste nicht übergeht, kannst du sie einmal wöchentlich entleeren.

Für den Kopf gilt: Auch er muss frei sein. Wir denken viel zu viel über unerledigte Dinge nach. So viel, dass sie uns bei unserer gegenwärtigen Beschäftigung ablenken und wir mehr Zeit brauchen, um eine Aufgabe zu erledigen. Manche Menschen haben sogar Schlafprobleme wegen der vielen „To- Dos“ in ihrem Kopf. Versuche, deinen Kopf frei zu kriegen. Für manche geht das mit Meditation, für andere mit Sport oder Gartenarbeit. Finde deinen Weg.

Prioritäten setzen

Damit du überhaupt ausmisten kannst, musst du zunächst Prioritäten setzen. Das heißt, du solltest entscheiden, welche Aufgaben am dringendsten zu erledigen sind und welche noch warten können. Erstelle eine Liste. Hake eine Aufgabe nach der anderen ab, anstatt zu versuchen, mehrere gleichzeitig zu erledigen. Du wirst auf diese Weise schneller zum Ziel kommen – versprochen!

Weniger Fehler, weniger Stress

Wenn du es einmal geschafft hast, den Mythos Multitasking hinter dir zu lassen, wirst du überrascht sein. Du wirst weniger Stress haben und weniger Fehler machen. Nicht umsonst haben wir heute das Gefühl, die am meisten gestresste Generation zu sein. Neben vielen anderen Faktoren, trägt die gesellschaftliche Akzeptanz von Multitasking dazu bei, dass wir uns so fühlen.

Nur jemand, der ständig beschäftigt zu sein scheint, wird als effizient und leistungsbringend wahrgenommen. Stress ist „in“, dabei ist er kontraproduktiv: Stress macht vergesslich und fehleranfällig.

Erfolg sollte nicht bemessen werden, an den vielen Dingen, die man täglich tut, weil sie auf einen zukommen. Erfolg ist, wenn man Prioritäten setzen kann und das tut, was wirklich wichtig ist.

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