Social Media: Facebook, Twitter oder beides?

Überlegst auch du, Social Media für dein Unternehmen zu nutzen? Du weißt aber nicht so recht, wie du anfangen sollst? Und welches soziale Netzwerk wäre wohl das richtige für dein Unternehmen? In diesem Beitrag stellen wir dir die Vorzüge der großen „Player“ – Facebook und Twitter – vor. Vielleicht fällt dir nach dem Lesen die Entscheidung leichter!

Twitter-Follower und Facebook-Likes

Auf Twitter heißen sie „Follower“, auf Facebook „Likes“ oder „Fans“ – und sowohl die einen als auch die anderen sind heiß begehrt. Denn je mehr Follower bzw. Likes du hast, desto größer ist deine Bekanntheit. Doch wie kommst du zu Followern und Likes? Gerade wenn du am Anfang deiner Social Media Aktivitäten stehst, bereitet dir diese Frage womöglich Kopfzerbrechen.

Als erstes solltest du auf dein bestehendes Netzwerk zurückgreifen. Das kann zum Beispiel eine E-Mail- Liste deiner Kunden sein. Informiere deine Arbeitskollegen, deine Freunde, Bekannten usw. Wenn du auf Facebook schon ein privates Profil hast, kannst du deine Freunde einladen, deine Seite zu liken oder deine Seite per E-Mail weiterempfehlen. Mache auf deinen Social Media Auftritt aufmerksam – überall, wo es möglich ist: Auf deiner Website, Visitenkarte, E-Mail- Signatur usw.

Bezahlte Werbung mit Vorsicht genießen

Aber Achtung: Finger weg von Lockangeboten, die hunderte oder sogar tausende Twitter-Follower oder Facebook-Fans „über Nacht“ versprechen. Das sind in den meisten Fällen Fake-Accounts und können dir mehr Schaden als Nutzen bringen. Besser ist es, kontinuierlich und mit guten Inhalten eine Anhängerschar aufzubauen. Du kannst auch bezahlte Werbung, die direkt von Facebook oder Twitter angeboten wird, in Betracht ziehen. Übertreiben solltest es es damit aber nicht und lieber authentisch bleiben.

Was und wie oft posten?

Für Twitter gilt: Je mehr, desto besser. Und dennoch solltest du dabei stets relevante Inhalte verbreiten. Wenn es sich nach „zu viel“ anfühlt, dann ist es das womöglich auch. Gerade am Anfang solltest du mehrmals täglich relevante Inhalte „tweeten“ und „retweeten“. Retweeten heißt, die Inhalte anderer, auf seinem eigenen Profil zu teilen. Pass aber auf, wem du folgst. Hier hilft die Ist-Analyse aus deiner Social Media Strategie: In welchem Umfeld bewege ich mich? Welche Profile passen zu meinem Unternehmen? Für den Anfang kannst du auf Twitter zehn bis 15 andere Profile auswählen, denen du folgst und mit denen du interagieren kannst.

Was dir das bringt? Jeder, dessen Inhalte du retweetest, wird benachrichtigt und wird vielleicht auf dein Profil kommen und sehen, was du anzubieten hast. Du solltest auf Twitter aber nicht jedem folgen, der dir folgt. Die Anzahl deiner Follower sollte stets größer sein als die Anzahl jener, denen du selbst folgst.

Mehr Tiefgang bei Facebook

Im Unterschied zu Twitter kannst du bei Facebook mehr in die Tiefe gehen, was deine Beiträge betrifft. Außerdem kannst du dir zwischen den Posts mehr Zeit lassen. Die Qualität deiner Inhalte ist entscheidend. Aussagekräftige Bilder können dir dabei helfen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Achte darauf, dass diese in einem relevanten Zusammenhang mit dem Inhalt deines Posts oder Tweets stehen.

Gute Inhalte und richtiges Timing

Es gibt kein Patentrezept, denn jedes Unternehmen ist anders und dementsprechend unterschiedlich können die Inhalte sein. Untersuchungen haben ergeben, dass jene Inhalte am meisten geteilt werden, die lustig, hilfreich, aktuell und inspirierend sind. Versetze dich in deine Zielgruppe: Was könnte sie interessieren, inspirieren, ihnen helfen oder sie zum Lachen bringen?

Auch das Timing ist wichtig. Du solltest Inhalte posten, wenn deine Zielgruppe online ist. Auf Facebook kannst du das ganz einfach herausfinden, indem du in den Menüeinstellungen deiner Seite auf „Statistiken“ und dann auf „Beiträge“ klickst. Dort findest du ein übersichtliches Diagramm, das dir zeigt, wann die meisten deiner Fans online sind. Das sieht so aus:

Social Media: Wann sind meine Facebook Fans online?

Wann sind meine Facebook Fans online? Das kann man ganz einfach herausfinden.

Social Media: Schnelle Reaktion ist das A und O

Sowohl für Twitter als auch für Facebook gilt: Wenn du erst einmal gute Inhalte produziert hast, dann kannst du dich nicht einfach zurücklehnen. Social Media User erwarten sehr schnell eine Rückmeldung. Laut einer Befragung erwarten 42 Prozent der Kunden, die auf Twitter eine Frage stellen, innerhalb einer Stunde eine Antwort. Du musst also regelmäßig deine Profile checken oder noch besser: Einen Alarm auf deinem Smartphone einrichten, sodass du bei eingehenden Meldungen sofort benachrichtigt wirst.

Zusammenfassend die wichtigsten Unterschiede:

Twitter

  • Publikum 18 – 29 Jahre
  • Tweets: Kurze Updates (max. 140 Zeichen)
  • Kurze Lebensspanne von Beiträgen
  • Gut für tagesaktuelle Angebote
  • Hohe Frequenz von Tweets möglich

Facebook

  • Publikum 24 – 50 Jahre (Jüngere driften ab Richtung Instagram etc.)
  • Posts können in die Tiefe gehen
  • Beiträge „überleben“ mehrere Tage im Feed
  • Interaktive Inhalte, Einbezug der User gut möglich, z.B. mit Gewinnspielen
  • Zeitabstand zwischen Posts kann länger sein

Vielleicht fällt dir nach diesem Beitrag die Entscheidung leichter, ob du mit deinem Unternehmen lieber auf Twitter, Facebook oder beides setzt. Wenn du unsicher bist, kannst du dich beraten lassen. Es ist besser, jenen Weg zu wählen, der am besten zum eigenen Unternehmen passt, anstatt etwas zu machen, nur weil es gerade im Trend ist.

Demnächst schreibe ich einen Beitrag darüber, wie du gute Beiträge für Social Media verfasst. Du möchtest ihn nicht verpassen? Dann trage dich für unseren Newsletter ein! 

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