Open-Source-Software: Beispiele – Erfolgsgeschichten – Beweggründe – Geschäftsmodelle

Gerade im beruflichen oder studentischen Alltag kann der Einsatz von Software eine enorme Arbeitserleichterung darstellen. Ob Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Projektmanagement – Software muss nicht immer etwas kosten, um den Bedürfnissen des Nutzers gerecht zu werden. Ich stelle Dir heute drei beliebte Open-Source-Programme vor, die ich selbst nutze. Daraufhin gehe ich kurz auf die Erfolgsgeschichte von WordPress ein. Anschließend stelle ich mir die Frage, welche Beweggründe es geben könnte an Open-Source-Software-Projekten teilzunehmen. Abschließend überlege ich mir, wie man mit Open-Source-Software Geld verdienen könnte.

Beispiele für Open Source Software

WordPress
Die weltweit beliebteste Blogging-Plattform, die von einer breiten Palette von Plugins unterstützt wird. Die usprünglich für den Einsatz als Blog konzipierte Software, meistert mit Hilfe von Plugins sehr gut Aufgaben für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Mit  WordPress lässt sich auch Dein Unternehmensauftritt komplett abbilden. Wenn Du WordPress auch gleich für die Unternehmenswebsite verwenden willst, genießt Du den Vorteil, dass der Blog gleich mit dabei ist. Die Open-Soure-Software ist mittlerweile so mächtig geworden, dass man sie gerne als vollwertiges Content Management System verwendet. Die folgende Tabelle zeigt Dir die Nutzung von Publishing-Tools in Österreich im Vergleich. Die Zahlen sind den Statistiken der Seite CMSCrawler.com entnommen. Wie die Statistik zeigt, verwendet die Mehrheit der Websites in Österreich WordPress als Publishing-Tool.

Publishing-ToolAnzahl von Websites, die dieses Tool verwendenMarktanteil (%)
WordPress2326138,16
Typo312752 20,92
Joomla!740912,15
Contao Open Source CMS25794,23
Drupal24333,99

Mozilla Firefox
Mozilla Firefox zählt heute zu den meistgenutzten Open Source Web-Browsern, der sich sehr gut individualisieren lässt. Der Browser ist für PC und Mobile geeignet. Dennoch ist der Einsatz von Mozilla Firefox rückläufig, wie diese Statistik zeigt. Derzeit spielt Google mit Chrome seine Vorteile weiter aus,  was auch darauf zurückzuführen ist, dass die Android-Geräte mit Chrome vorinstalliert sind. Genauso wie Chrome bietet auch Mozilla eine portable Version an. Das bedeutet, dass Du die Software nicht installieren musst und sie beispielsweise von einem USB-Stick von jedem Rechner (z.B. vom Heimrechner, Laptop, Rechner in der Arbeit) aus nutzen kannst und auf Deine Einstellungen zurückgreifen kannst.

Open Office
Die leistungsstarke Bürosoftware Open Office wird zum Erstellen von Textdokumenten, Tabellen, Präsentationen und mehr verwendet. Dateien können über Open Office ins PDF-Format (Adobe) umgewandelt werden. Die Bürosuite OpenOffice.org ist voll kompatibel zu den Dateiformaten von Microsoft Office. D.h. der Austausch von Dokumenten mit KollegInnen, die Microsoft Office verwenden, klappt mühelos. Du solltest vorher nur darauf achten, dass Du Open Office richtig einstellst.

Die Erfolgsgeschichte von WordPress

Exemplarisch gehe ich nun kurz auf die Erfolgsgeschichte von WordPress ein. Die Abbildung zeigt Dir, wie aus einer vermeintlich kleinen Idee etwas Großes werden kann. Entwickler Matt Mullenweg hatte 2003 die Idee, die Weiterentwicklung der Software b2 als neues Projekt zu starten. So wird WordPress der offizielle Nachfolger von b2. Im Jahr 2018 ist die Beliebtheit von WordPress ungebrochen.

Beweggründe für die Teilnahme an Open-Source-Projekten

Es gibt zahlreiche Open-Source-Communities. Ihre Mitglieder verfolgen das Ziel gemeinsam Probleme zu lösen. Nachdem Open-Source-Software gratis zur Verfügung gestellt wird, stelle ich mir schon länger die Frage, warum man bei der Entwicklung von Open-Source-Software mitmacht. Meine Recherche ergibt, dass es folgende Gründe dafür gibt:

  • Man möchte etwas an die Gemeinschaft zurückgeben.
  • Man möchte sich einen Namen in der Community machen.
  • Es macht glücklich, weil man es mit Leidenschaft macht.
  • Man benötigt die Lösung für eigene Zwecke.
  • Man will Erfahrungen sammeln.
  • Man erwartet sich eine finanzielle Entschädigung in Form eines kostenpflichten Supports.
  • Man schätzt den Austausch in der Gruppe.

Geld verdienen mit Open Soure

Trotz des „Kostenlos“-Images lässt sich mit Open-Source-Software gutes Geld verdienen, das beweisen heute zahlreiche Systemhäuser. Wie sie damit Geld machen? Indem sie umfassende Service- und Beratungsleistungen anbieten. Denkbar ist auch, dass man für die Erweiterungen von Funktionalitäten bestehender Open-Source-Software bezahlt wird.

Im IT Sektor wird selten „nur“ Software gekauft. In der Regel kaufen Kunden ein Paket. Also z.B. Software plus Dienstleistungen wie allgemeiner Service oder Individualisierung der Software. Ein interessantes Geschäftsmodell verfolgt die Firma plan2net aus Wien. Die Entwicklung maßgeschneideter Lösungen auf Basis von Open Soure zählt zum Hauptgeschäft der Firma. Felix und ich werden ein Interview mit der Geschäftsführerin von plan2net führen und so mehr über dieses Geschäftsmodell in Erfahrung bringen. Das Ergebnis des Interviews gibt es im nächsten Blogartikel.

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