Wie du gute Online-Texte schreibst

Online-Texte werden anders gelesen als Texte in Printmedien. Deshalb muss man sie auch anders schreiben. Wir verraten dir, worauf es beim Online-Texten ankommt.

Das wichtigste zuerst

Journalisten arbeiten nach den fünf Ws: Wer, Was, Warum, Wann und Wieso? Diese Fragen müssen gleich zu Beginn eines Artikels geklärt werden. Das gilt auch für Online-Texte. Der Leser muss schnell wissen, worum es geht und welche Fragen ihm dieser Text beantwortet. Anders als zum Beispiel in einem Kriminalroman, in dem lange Spannung aufgebaut wird und erst am Schluss die Lösung kommt.

Weiters ist es von Vorteil, kurze Sätze, kurze Wörter und kurze Absätze zu verwenden. Zu Beginn eines jeden Absatzes sollte der Leser die wichtigste Botschaft erkennen.

Der Online-Leser tickt anders

Vielleicht wunderst du dich, warum du gleich zu Beginn eines Textes alles preisgeben solltest. Doch sobald du weißt, wie der Online-Leser tickt, wirst du verstehen, warum das so ist. Wer einen Text online liest, scannt ihn zunächst, um nach interessanten Anhaltspunkten zu suchen. Deshalb sind Headline, Absätze und Zwischentitel so wichtig. Sie lassen den Leser sofort erkennen, ob es sich lohnt, weiterzulesen.

Ein weiteres Merkmal des Online-Lesers ist die aktive Suche. Er begibt sich ins Internet, um nach Informationen zu suchen. Wenn er keine relevanten Informationen auf deiner Seite findet oder deine Texte schwer lesbar, unstrukturiert oder zu lang sind, wird er einfach weiterklicken. Er ist dann weg – für immer.

SEO-Tricks sind von kurzer Dauer

Es gibt unzählige Angebote, die einen schnellen Erfolg im Suchmaschinen- Ranking versprechen. Ja, es gibt Tricks, die die Website kurzfristig besser ranken. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Ziel der Suchmaschinen ist, dem Leser die relevanteste Information zu bieten, die er gesucht hat. Sie lässt sich nicht auf Dauer austricksen.

Die langfristige Erfolgsvariante ist also, guten und relevanten Inhalt zu produzieren. Das wird von Suchmaschinen geschätzt und mit einem besseren Ranking belohnt. Vielleicht nicht über Nacht aber dafür hat man dann ein „echtes“ Ranking, das von Dauer sein kann.

Der Aufbau des Online-Textes

Der Aufbau eines Online-Textes sollte, wie bereits erwähnt, Folgendes beinhalten: Headline, Kurzzusammenfassung, Zwischentitel und Links. An diesen Stellen solltest du ganz besonders auf die Qualität deines Textes achten. Nachfolgend ein paar Details zu den einzelnen Bestandteilen.

  • Headline: Der Leser sollte sofort erfahren, worum es im Text geht – keine Teaser!
  • Kurzzusammenfassung: Worum geht es im Text? Hier kann ruhig alles Relevante hinein, solange es nicht zu lang wird. 160 Zeichen sind ein ungefährer Richtwert.
  • Zwischentitel: Worum geht es in diesem Abschnitt? Der Leser sollte es aus dem Zwischentitel sofort erfahren. Dann kann er entscheiden, ob er das überspringt oder weiterliest.
  • Links: Diese sind in Online-Texten eine gute Möglichkeit, den Text aufzulockern. Andererseits bieten sie dem Leser weiterführende, relevante Informationen.

Zitat Enrique Jardiel Poncela

Ein paar Tipps zum Schluss:

Schreibe so, wie du sprechen würdest. Verwendest du komplizierte Schachtelsätze, um etwas zu erzählen? Nein? Warum dann also so schreiben? Setze auf eine aktive Sprache, auch beim Schreiben: Anstatt nur den Firmennamen zu nennen, schreibe ab und zu „Ich“ oder „Wir“. Sprich den Leser direkt an, anstatt ihn nur in der dritten Person als „Kunden“ oder „Käufer“ zu bezeichnen.

Zugegeben, es ist nicht leicht, einen guten Text zu produzieren. Doch die Mühe lohnt sich. Ein Leser, der die Qualität deiner Texte erkennt, wird diese zu schätzen wissen und immer wieder zu dir zurückkehren!

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