Digital Detox: Abschalten, bitte!

Wir verbringen die Hälfte unseres Wachzustandes damit, auf einen Bildschirm zu starren. Besorgniserregend, nicht wahr? Höchste Zeit für Digital Detox.

Amerikaner verbringen mehr als die Hälfte ihrer Zeit damit, auf einen Bildschirm zu starren. So ähnlich dürfte es auch bei uns Europäern aussehen. Mit ihren Kindern hingegen verbringen berufstätige, deutsche Väter laut einer OECD-Studie nur 37 Minuten täglich. Kinder zwischen fünf und 16 Jahren sitzen heute jeden Tag 7 Stunden vor einem Bildschirm. Im Freien spielen? Fehlanzeige.

Zitat Albert Einstein

Digital Detox: Dazu würde Einstein wohl dem modernen Menschen raten.

Wozu Digital Detox oder „digitale Enthaltsamkeit“

Dass der Umgang mit digitalen Medien und dem Internet besorgniserregend ist, zeigen nicht nur die Ergebnisse von Studien, die sich mit dem Thema beschäftigen. Auch unser Bauchgefühl sagt uns: Da stimmt etwas nicht. Meckert nicht ständig jemand über den Zeitfresser Facebook? Hockt nicht immer jemandes Kind zu lange vor dem Fernseher? Sind wir zu Sklaven der modernen Technologie geworden?

Ein Wochenende im Offline-Modus

Im kalifornischen Silicon Valley, der Hochburg der digitalen Elite, ist man sich des Problems schon länger bewusst. Dort gibt es einen Trend: Digital Detox. Top-Manager zahlen mehrere hundert Dollar, um etwa ein Wochenende lang im Camp Grounded zu verbringen. Es ist eines der bekanntesten Digital Detox Camps für Erwachsene. Die Teilnehmer verbringen die Zeit wie in einem Ferienlager – ohne Ablenkungen wie Smartphone, Laptop oder Wifi.

Arianna Huffington, Gründerin der erfolgreichen Online-Zeitung Huffington Post, hat sich selbst nach einem Burnout einem Digital Detox unterzogen. Sie erzählt im Standard-Interview: „E-Mail, Internet und soziale Medien sind darauf ausgelegt, die Menschen zu zerstreuen, die Technologie hat uns zu Sklaven gemacht. Das blaue Licht der Bildschirme stört nachweislich den Tag-Nacht-Rhythmus und verursacht Stress. Ich habe all diese Geräte aus meinem Schlafzimmer verbannt.“

Bewusster Umgang mit digitalen Medien

Nun stellt sich die Frage, wie man digitale Medien, Internet, Smartphones usw. aus seinem Leben verbannen soll. Doch darum geht es eigentlich gar nicht. Das Internet und digitale Medien sind Teil unseres modernen Lebens und haben uns viele Dinge erleichtert. Sie zu verteufeln wäre falsch. Die eigentliche Herausforderung liegt im richtigen und bewussten Umgang mit diesen Technologien.

Du musst kein Vermögen wie die Manager aus dem Silicon Valley ausgeben, um dieses Ziel zu erreichen. Folgende fünf Schritte können dir helfen:

  1. Status Quo ermitteln 
    Im ersten Schritt gilt es herauszufinden, wie viel Zeit man eigentlich vor dem Bildschirm verbringt. Die meisten werden feststellen: Es ist zu viel!
  2. Zeiteinteilung
    Wer ständig auf eingehende E-Mails, Nachrichten, Alerts usw. reagiert, verliert viel Zeit. Anstatt dauernd zu reagieren, bestimme ein Zeitfenster, in dem du zum Beispiel alle E-Mails beantwortest. Stelle dein Handy auf Lautlos oder lege es weg, während du konzentriert an einer Sache arbeitest.
  3. Tabuzonen
    Es hilft, Tabuzonen in der Wohnung festzulegen, in denen es keine Geräte geben darf. Das Schlafzimmer sollte an erster Stelle stehen: Kein Fernseher, kein Handy, kein Wifi. Benutze für den morgendlichen Weckruf einen Wecker, statt dem Handy.
  4. Essen ohne Ablenkung 

    Wer kennt das nicht: Während dem Essen das Smartphone in der Hand. Absolutes No-Go! Genieße das Essen, ob allein oder im Kreise der Familie.
  5. Offline lesen 

    Wann hast du das letzte Mal ein Buch gelesen? Genau das könntest du das nächste Mal vor dem Schlafengehen tun, anstatt ziellos durchs Internet zu scrollen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen worden, dass das Licht des Bildschirms den Schlaf stört.

Demnächst schreibe ich einen Beitrag über den richtigen Umgang von Kindern mit digitalen Medien. Du möchtest ihn nicht verpassen? Dann trage dich für unseren Newsletter ein!

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